Xenia und Bit, beide aus Ansbach waren wohlbehalten in Buchen um die Mittagszeit angekommen. Ein beschaulicher Ort, dachte er sich. Er schlenderte durch die Gassen, leicht vorn über gebeugt und mit auf dem Rücken gefalteten Händen.
Die Schänken waren um diese Zeit noch leer und so konnte er seine Mahlzeit in aller Ruhe und genießen. Nachdem er das Mahl beendete, gönnte er sich ein erfrischendes Bier. Zufrieden und gesättigt lehnte er sich mit hinter dem Nacken verschlungenen Armen nach hinten.
Mit einem Male griff er zu seinem Schreibzeug und schrieb einen langen Brief. Sein wechselnder Gesichtsausdruck ließ erkennen, dass es wohl was sehr wichtiges war, was er niederschrieb. Später rief er nach einem Boten und betraute ihn damit, den Brief auf schleunigsten Weg zu seinem Empfänger zu bringen.
Angelehnt an einer Wand stand eine Laute. Er hasste dieses Instrument. Man brauchte es nur anschauen, schon war es verstimmt. Dennoch griff er danach, weil er sich unbeobachtet fühlte. Nach vielen Stimmversuchen klang es ihm so, wie es klingen sollte.
Dann, angetan von seinen Erinnerungen an den Süden, spielte er eine Weise, die er in einer Taverne irgendwo in der Provinz Valencia gehört hatte. Es war eine schlichte Melodie, die ihm von dem Augenblick, wo er sie zum ersten Male hörte, geläufig war.
Mit einem Lächeln im Gesicht stellte er die Laute an den Platz zurück, wo sie vorher gestanden hatte.
Er schaute sich um und erhaschte so eben noch, dass ihm eine junge Magd gelauscht hatte. Das Mädel errötete als sie sich ertappt fühlte und sagte leise: „Werter Herr, verzeiht, dass ich gelauscht habe aber solch Klänge habe ich noch nie vernommen. Sie sind so anders als das, was ein jeder so auf dem Markt von Bänkelsängern und Gauglern hört.“
Bit schaute die Magd mit einem milden Lächeln an: „Entschuldige sie sich nicht. Ich kann es gut leiden, wenn einer zuhört, ohne dass ich es bemerke.“
Die Magd verschwand und Bit ging seines Weges, froh darüber, dass er was schenken konnte.
Am anderen Tag in aller Herrgottsfrühe brachen er und Xenia auf, um ihrem Ziel entgegen zu streben.
