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Schneiderin zu Frankfurt

Frankfurt am Freitag 08. Ostermond 1459

Zur Mittagszeit war Bit in die Ratsschänke zu Frankfurt gegangen, um eine kleine Mahlzeit einzunehmen. Bis auf den Wirt, war niemand anwesend. Er bestellte die Mahlzeit und ein kleines Bier dazu. Kurz nachdem er die Mahlzeit beendet hatte und bereits im Begriffe war die Schänke zu verlassen, da betrat ein Frau die Gaststube. Sie war von schlanker Statur, hatte schulterlanges, braunes Haar, ein schmales Gesicht aus dem ein grünes Augenpaar freundlich in die Welt blickte.
Sie begrüßten sich freundlich und machten sich miteinander bekannt. Aliena hieß sie und war Schneiderin. Sie plauderten eine Weile über dies und das und Bit fiel seine Garderobe ein, die dringend der Pflege bedurfte und bei der auch Nadel und Zwirn keinen Schaden anrichten konnte. Sie bot ihm an diese, über die Tage hinweg, die er noch in Frankfurt verbringen würde, zu flicken und auszubessern. Sie riet ihm noch, sich doch bei den Mönchen eine Kutte auszuleihen, damit sie sich beider Hosen und Hemden widmen konnte.
Da er sowieso einige Tagen sich in die Abgeschiedenheit eines Klosters zurückziehen wollte, behielt er diesen Ratschlag im Kopf. Bevor er in die Klausur ging, klopfte er in einer kratzigen Kutte aus Jute gewandet bei der Schneiderin an. Er reichte ihr sein Bündel und hoffte, dass sie es richten konnte. Sie schmunzelte als er ihr das Bündel gab.
„Wenn ihr von der Klausur zurück kommt, dann wird es bereit für euch sein.“
Bit bedankte sich artig und verschwand für ein paar Tage in der Erimitage.