Wie so oft, auch dieses Mal, Bit plant und ein anderer lenkt. So allmählich war ihm das nicht geheuer. Eigentlich wollte er nur schlicht ein geruhsames Leben ins Ansbach führen und jetzt hatte er seine Graue zu Schanden geritten. Dafür hatte er einen Schimmel bekommen, der nicht einen Augenblick ohne Zügel sein konnte. Nun war er es, der voraus ritt, die Händlerin hatte ja auch genug im Schlepptau. Bit kam eine Idee.
Er band beide Pferde links und rechts an die Deichsel. Der Schimmel wollte nicht so recht. Bit ließ ihn die Peitsche spüren. Dennoch ließ dem Schimmel die Pferdedame neben ihm keine Ruhe.
Bit überlegte, so kamen sie auch nicht vernünftig weiter. Wenige Augenblicke später hatte er eine neue Idee. Er band den Hengst kurz an die Deichsel. Dann befestigt er eine längere Leine an die Deichsel und belegte die Stute der Händlerin. Und siehe da, beide zogen den Karren. Die Stute, weil sie den aufdringlichen Kerl los werden wollte und der Hengst, weil er die Stute unbedingt besteigen wollte. Bit lachte in sich hinein. Wie einfach doch so manches sein konnte. Nur, nur die Händlerin wechselte kein Wort mit ihm. Ja, sie vermied es sogar, dass sich auf dem Kutschbock, besser Karrenbock, ihre Körper berührten.
So was ist unvermeidbar, dachte er. Schulterzuckend hielt er das Gespann an, befreite den Schimmel aus der misslichen Lage und stellte den Zustand wieder her, wie er vorher war. Er gab der Stute der Händlerin einen Klaps, worauf sich diese in Bewegung setzte. Sein Hengst keuchte schwer. Bit hielt ihn kurz, ganz kurz.
So ging die Reise im langsameren Tempo weiter. Von Rothenburg aus ging es zuerst nach
Schwäbisch Hall. Von dort aus nach Bad Mergentheim und dann via Rothenburg nach Ansbach, was sie am 10. Mai erreichten.