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Ein „Bit“ Dankbarkeit in Heilbronn

Bit schlenderte durch die Gassen von Heilbronn. Der Markt war belebt, überall wurde hitzig über die bevorstehende Wahl debattiert. Doch sein Blick suchte nach etwas anderem. Er dachte an den langen Weg von Tournai bis hierher – daran, wie sie ihn, einen kränkelnden Matrosen ohne echten Namen und ohne Vergangenheit, einfach so in ihre Mitte aufgenommen hatten.

An dem Stand einer alten Kräuterfrau blieb er schließlich stehen. Dort fand er genau das, wonach er gesucht hatte: Eine kleine, kunstvoll geschnitzte Dose aus hellem Buchsbaumholz. Sie roch schwach nach getrocknetem Lavendel und der friedlichen Stille ferner Klostergärten. Das war das Geschenk für Sara Sophie, das ihm vorgeschwebt hatte – ein kleines Zeichen seiner Dankbarkeit für sie und die gesamte Gruppe.

Später am Abend in der warmen Stube der Herberge trat Bit an den rustikalen Holztisch, an dem Sara Sophie konzentriert die Karten für die nächsten Reisetage studierte. Er räusperte sich leise, um sie nicht zu erschrecken.

„Sara Sophie? Ich wollte... nun ja, ich habe heute auf dem Markt etwas gefunden. Es ist kein Gold, denn wie Ihr wisst, ist mein Beutel eher ‚bit-terlich‘ gefüllt. Aber es ist ein Stück Beständigkeit.“

Behutsam schob er ihr die kleine, duftende Holzdose über den Tisch hin.

„Buchsbaum“, erklärte er leise. „Er grünt das ganze Jahr über, genau wie Eure unerschütterliche Entschlossenheit, uns sicher von Tournai bis hierher zu führen. Ein kleiner Dank von jemandem, der unendlich froh ist, dass er den Weg nach Heilbronn nicht mehr allein finden musste.“

Ein schalkhaftes Lächeln huschte über sein Gesicht, als sich ihre Blicke trafen.

„Und keine Sorge – die Dose ist noch leer. Ich dachte mir, eine fähige Anführerin wie Ihr hat sicher genug wichtige Dinge, die einen sicheren Platz brauchen. Vielleicht ein paar gute Ratschläge für den nächsten Stadtrat?“