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Glücklicher Juli

Die Tage des Julis waren bald gezählt. Aus Rivella und Bit war ein glückliches Paar geworden. Nahezu jeden Tag schrieb er ihr glühende Liebesbriefe. Er liebte sie über alles. Sie hatten sich einander geschenkt und genossen immer aufs Neue die Liebe, die sie eng aneinander schmiedete.Wenn er sie sah, begrüßte er sie mit einem: „Hallo schöne Frau.“, oder „Werte Dame, sind sie glücklich?“.

An einem Abend dieser Tage trafen sie sich unter der Linde, die abseits des Marktplatzes, nicht unweit des kleinen Häuschen von Bit lag. Sie begrüßten sich mit einem freundlichen, „Ich liebe Dich.“ Sie versanken einander in ihre Arme und küssten sich, sich selbstlos dahingebend. Beide verfolgten mit ihren Augen die Schwalben als Bit die Augen schloss und seine Fingerkuppen über ihr Gesicht wandern ließ. Rivella genoss diesen Moment und fragte leise: ,,Was machst Du da?“
Bit schwieg. Dann nahm er ihre rechte und stülpte einen güldenen Ring, der aus geflochten Bändern geschmiedet war, über ihren Ringfinger.
Leicht schob er den Ring auf den Finger, gerade so als wenn der Ring für diesen Finger geschaffen ward. Bit öffnete seine Augen und schaute sie mit einem sonderbaren Blick an. Rivella wunderte sich über diesen Blick, „Was hast Du, warum schaust mich so sonderbar an?“
Bit erwiderte leise: „Der Ring, warum passt er?“
Er jetzt nahm Rivella wahr, was er ihr geschenkt hat. Versonnen drehte sie den Ring an ihrem Finger, lächelte, und sagte leise: „Ich liebe Dich, mein Bit.“
Er erwiderte mit zweifelnden Ausdruck zärtlich: „Sind wir jetzt verlobt?“
Rivella lachte und überfiel ihn mit Liebkosungen. Sie bedeckte sein Gesicht mit Küssen und streichelte ihn, wo immer sie seiner habhaft werden konnte.
Lachend sagte sie: „Ach Bit, was bist du nur für ein Kindskopf. Wir sind es schon, seit wir uns das erste mal gesehen haben.“
Bit fiel in das Lachen ein: „Ich bin so glücklich mit Dir, meine Rivella.“
Seit geraumer Zeit verbrachten sie auch gemeinsam ihre Nächte. Beide beschenkten sich so sehr, dass kaum ein Augenblick verging, der kein unbeschreibliches Verlangen auslöste, dem sie sich kaum erwehren konnten.
Mitunter konnten sie nicht eine Minute nebeneinander still sitzen, ohne dass ein Kribbeln durch ihre Körper fuhr. Schon ein Wort reichte aus, um ihre Fantasie ins Spiel zu bringen.
Sie kicherten und lachten dann miteinander, dass es eine Freude war ihnen zuzuschauen.
Sie waren ein schönes Paar. Sie wurden bewundert und waren beliebt.