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Lörrach am 09.08.1459

Prozess zwischen 1459-08-07, Andrui und der/dem Markgrafschaft von Baden
 
Andrui wird wegen Störung des Öffentlichen Friedens vor Gericht gestellt.

Der Richter wartet auf das erste Plädoyer der Verteidigung, das innerhalb von 2 Tagen nach der Anklage zu halten ist.

Anklageschrift

Hohes Gericht,
die Staatsanwaltschaft klagt den Beschuldigten Andrui, wohnhaft in Wien, wegen Störung des öffentlichen Friedens an. Der Beklagte hat am 6.8.1459 zusammen mit Miloo versucht den Herrn Bitteeinbit aus zu rauben.

Dieses ist Strafbar nach § 10 StGB, und wird somit angeklagt.

Zu dem Verfahren reicht die Staatsanwaltschaft folgende Beweismittel ein.

Beweismittel Nr. 1

Beweismittel Nr. 2

Auszug aus dem Badener Gesetzbuch:

StGB §10 Überfall und Raub

Jeder Überfall und Raub wird als Störung des öffentlichen Friedens mit einer Geldstrafe in Höhe des erbeuteten Wertes plus 50 bis 200 Talern bestraft. Neben diesem kann auf Gefängnisstrafe bis zu höchstens zwei Tage erkannt werden. Der Versuch ist strafbar.

Tom_Builder
Staatsanwalt der Marktgrafschaft Baden
7.8.1459

Die Anklage ruft Bitteeinbit in den Zeugenstand

Hier seine Zeugenaussage:

Protokoll der Aussage des Reisenden Bit's



Hohes Gericht,

ich will als Gast dieses Ortes und als angesehener Bürger Ansbachs ... Er unterbrach kurz, trat nach vorne und überreichte dem ehrenwerten Gericht ein Dokument mit dem Inhalt.
Dann fuhr er fort ...

meiner Pflicht als Bürger nachkommen und folgendes zu Protokoll bringen.

Es war der 06-08-1459 in aller Herrgottsfrühe als ich auf dem Weg hierher durch einen Hohlweg musste. Ich musste vom Pferd steigen, weil mir deuchte, dass der Pfad für ein berittenes Pferd zu gefährlich sei. Ich stieg also ab und drehte mich nach dem Pferd um, um es bei dem Zügel zu fassen und zu führen.
In diesem Augenblick hörte ich ein leises Knacksen hinter meinem Rücken. Ich drehte sich schnell um und konnte, der Himmel weiß wie, mit einer blitzartigen Bewegung, dem Schlag der Keule des Kerls da, ausweichen. Die Keule schlug krachend auf den Boden. Der Kerl, der sie führte, kam ins Straucheln, die Keule glitt aus seiner Hand und landete mir vor die Füße. Ich riss sie geistesgegenwärtig an mich und gab dem Kerl damit eins gegen die Schläfe. Der Kerl da, fiel der Länge nach, nach vorne auf sein Gesicht. Mein Pferd musste sich wohl erschrocken haben, weil es laut wieherte. Ich drehte mich zum Pferd um und sah, wie der zweite Kerl versuchte an dem Pferd vorbei zu kommen, dass ihn den Weg versperrte. Ich sah ein Messer in seiner Hand und wartete nicht lange. Ein Schlag auf die Schulter und das Messer fiel zu Boden. Ein weiterer Schlag und der Mann fiel hinterher.
All das hatte nur wenige Augenblicke gedauert. Nachdem sich meine Aufregung etwas gelegt hatte, untersuchte ich die bewusstlosen Kerle. Einer hatte eine Tasche um und ich fand darin einen Steckbrief, der beide als gesuchte Räuber auswies. Ich nahm ihn an mich, ebenso das Messer und die Keule. Die Kerle stöhnten laut, wohl wegen ihrer dröhnenden Schädel. Das war eigentlich das ganze Geschehen.

Er schwieg und überreichte dem Gericht ein weiteres Schriftstück:

Steckbrief: 


Die Anklage ruft Blackbird91 in den Zeugenstand