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Ansbach am 29. September 1459

Endlich, nach einer strapaziösen Reise, wir hielten unterwegs nur an Kutschstationen an oder suchten auf einem Gehöft Unterschlupf für die Nacht. In der Morgendämmerung brachen wir dann auf, um am nächsten Abend unsere nächste Station erreichen zu können. Anfangs als wir von Rottweil aufbrachen, waren wir zu viert. Jetzt, wo wir in Ansbach sind, sind nur wir zwei, Karana und ich, übrig geblieben. Warum sich die anderen beiden davon geschlichen haben, dass wissen nur die beiden und vielleicht auch noch der Himmel.
Karana hatte ich bei ihrem Häuschen abgeliefert, nebst Karren und ihrem Dicken davor. Ein kräftiger Gaul war das, hatte unverdrossen den Karren gezogen und brauchte nur ab zu eine Pause.
Sie war so fertig, dass sie noch sagte: „Tut mir leid Bit, gerne würde ich uns schnell etwas zum Beißen machen aber ich falle gleich um.“
Ich wünschte ihr alles Gute und gute Erholung. Dann spannte ich aus und führte beide Pferde, den Dicken von Kara und meine Braune auf die Koppel.
Mir ging es ja nicht viel besser als Kara, auch machte mir die Wunde zu schaffen, die ich mir bei dem Duell in Rottweil hinzu gezogen hatte.
Guter Dinge trödelte ich zu meinem Häuschen am Marktplatz. Die Dinge, die ich so auf der Reise erworben und erstanden hatte, lagen noch an dem Platz, wo ich sie zuvor abgeladen hatte.
Lächelnd begrüßte ich mein Häuschen mit einem, Na Mädel, gut schaust aus, trotz der langen Zeit. Insgeheim nannte ich mein Häuschen Mädel nur öffentlich nicht, da sprach von meinem Häuschen oder Heim.
Es stand da, einfach nur da, so als wenn ich nur einen Tag weg gewesen wäre. Ich ging ums Haus bückte mich nach dem Schlüssel unter dem Holzklotz und der war auch noch an Ort und Stelle.
Aus dem Garten, den Anke und Yvonne damal im Frühjahr angelegt hatten, war mittlerweile eine richtige Oase geworden. Allerdings etwas verwildert aber das störte mich nicht.
Als ich im Haus war, hatte ich wieder das Gefühl als würde ich von allem begrüßt als wenn ich nie fort gewesen wäre. Dennoch beschlich mich das Gefühl, dass hier fleißige und tüchtige Hände am Werke gewesen wären.
Tibors Notenschriften und den Notenständer, sowie seine Guitarre nahm ich mit auf meinen Dachboden. Auch da war es nicht anders wie unten. Nichts hatte sich verändert.
Ich haute mich auf's Kanapee und schlief mit de Gedanken: „Endlich zu Hause“ ein.