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Am Markplatz 83, 21. November 1459

Es war ein schöner, güldener Novembernachmittag als Bit von seiner Fron zurückkehrte. Sein Häuschen lachte ihn an, wie es so im Schein der tiefstehenden Sonne glänzte. Er ging ums Haus, holte den Schlüssel aus seinem Versteck, öffnete die Tür und stolperte nahezu über zwei Briefe, die auf dem Boden des Ganges lagen.
Schnell eilte er durchs Haus, öffnete alle Fenster, um die klare Novemberluft herein zu lassen. Obwohl es ihm nicht sonderlich gut ging, es fröstelte ihm und seine Nase und Augen liefen schneller als seine Füße ihn tragen konnten, hatte er dennoch gute Laune.
Fröhlich vor sich hinsummend oder -brummend, las er die beiden Briefe. Der eine war von Claire, die ihm eine Nachricht aus Mainz hatte zukommen lassen. Er schmunzelte leicht als er ihre Botschaft las.
Die andere Botschaft war von Christin, die ihm ein „Auf Wiedersehen“ hinterließ. Würde es erneut zwei Jahre dauern, bis sie sich wiedersehen würden, fragte er sich.
Mit anderen Gedanken beschäftigt machte er es sich auf seiner Sitzecke in der guten Stube gemütlich. Sämtliche Räume waren so sehr ausgekühlt, dass er sich in Decken einwickeln musste, um nicht allzu sehr frieren zu müssen. Seine Erkältung ließ ihn abwechselnd frösteln, schniefen und schwitzen.
Als sich der Raum erwärmte schlummerte er ein wenig ein. Die Turmuhr weckte ihn als es schon dunkel war. Er fühlte sich ein wenig erholt und bereitete in seiner Küche einen Bottich mit heißem Wasser vor.
Noch mal richtig frisch machen und dann geht es ab ins Städtchen, dachte er sich.
Das heiße Bad tat ihm gut und erfüllte ihn mit neuem Tatendrang.



Simplicius, Schreiberling zu Ansbach am 21. November 1459