Als Bit aufwachte und zum Fenster hinaus schaute, sah er nur einen grauen, nebeligen und konturlosen Himmel. Es war ein Tag, an dem man besser nicht aufstehen sollte, dachte er und rollte sich in seinem übergroßen Bett noch einmal auf die andere Seite.
Sein knurrender Magen erinnerte ihn daran, dass sein Vorratsschrank ebenso leer war, wie sein Magen.
Missmutig erhob er sich, ging in das Seitengelass, dass sich unter der Stiege befand, erledigte seine Morgentoilette, zog sich an und eilte dann hinaus.
Als er die Tür öffnete empfing ein grauer Morgen, der ihn leicht frösteln ließ. Er wollte schon ins Haus umkehren, um sich seine Kutte überzuwerfen als sein Blick nach unten wanderte.
„Was war das?“, fragte er sich. War sein Traum in Erfüllung gegangen. Bedächtig hob er einen Schinken samt Tragegestell vom Boden hoch. Er untersuchte ihn genauestens mit seinen Augen, seiner Nase und tupfte mit einem Finger über den Schinken, den er dann in den Mund steckte, um zu kosten.
Das war kein Traum, der Schinken war echt. Wie der wohl hierher gekommen ist, fragte er sich und im gleichen Moment entdeckte er einen kleinen Zettel, der wohl unter dem Schinken gelegen haben musste.
Langsam las er das, was darauf mit einer zierlichen, fein säuberlichen Handschrift mehr gemalt als geschrieben war. Es dämmerte ihm langsam, wer sich hinter dem „Der kleine Drache A.“
Ein Lächeln umspielt sein Gesicht als er an den vorigen Abend oder war es schon Nacht, dachte. Spät war es, er hatte noch Durst auf ein Bier, suchte er die Stadtschänke auf. Alice schlüpfte wenig später zur Tür hinein und es entspann sich ein langes Gespräch.
Als sie sich trennten, verstand er sie um vieles besser. Insgeheim wünschte er ihr viel, viel Glück auf allen ihren Wegen.
Weil ihm fröstelte, ging er samt des Geschenks vom Himmel zurück ins Haus.
Simplicius, Schreiberling zu Ansbach am 07. November 1459