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Ansbach am 16. März 1460

Ein sonniger Morgen lockte Bit vor die Tür. Im Moment hatte er nichts zu tun. All die kleinen Dingen des täglichen Einerlei waren erledigt und vergessen.
Er ging ums Haus herum, auf die Seite seines Häuschens, wo sich der Garten befand und wo den ganzen Tag über die Sonne zu sehen war.
Neben dem Brunnen, der nun von Sträuchern und Gebüsch umgeben war, hockte er sich auf die hölzerne Bank, die er erst kürzlich erstanden hatte.
Die Sonne wärmte ihn und er streckte sich so richtig aus und machte es sich bequem auf der Bank. Gedämpft schallten die Geräusche des Marktes zu ihm hinüber.
Die Augen schließend begann er über sich und die Welt nachzudenken. Fakt ist, so sprach er mit sich selber, du bist allein aber nicht einsam. Eine Haushälterin oder Aufwartefrau wäre ganz nett und vielleicht auch nützlich aber in meinem Häuschen eine Frau?
Er hob die Schultern an, lächelte und verwarf den Gedanken.
Tief in ihm, bewegte sich ein Gefühl, dem er nicht widerstehen konnte. Es waren die Frühlingsankündigungen, die überall zu sehen und zu hören waren, die dieses Gefühl von Fernweh und Abenteuerlust auslösten.
Er sollte sich endlich eine Frau nehmen, sagten viele andere, die er so auf seinen Wegen kennen lernte. Es wäre an der Zeit, denn jünger wird keiner, so redeten sie. Zugegeben, es gab ja welche, die ganz oben bei ihm auf der Liste standen aber heiraten, dass freie, ungebundene Leben aufgegeben? Mit diesen Gedanken kam er einfach nicht klar. Selbst wenn er sich mühte, sich das in Gedanken auszumalen, es gelang einfach nicht. Da war etwas in seinem Wesen, dass ihm den Zutritt zu diesen Gedanken und Bildern verwehrte.
Er war ja glücklichen Eheleuten begegnet aber all zu oft auch jenen, die in Leid und Trauer auseinander gegangen waren. Verheiratet zu sein bedeutet ja auch, viel Verantwortung zu übernehmen, ein stetiges Leben zu führen und an einem Ort zu verweilen.
Er schüttelte mit dem Kopf, seufzte leicht auf und sprach mit heiterer Stimme: „Lass es gut sein, jetzt genießen wir erst einmal diesen schönen Tag.“
Die Wärme der Sonne und das Gezwitscher von Vögeln schlummerten ihn ein. Langgestreckt lag er auf seiner Bank, schlief ein und träumte von fernen Gegenden.